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  1. Wo finde ich dieses Video? Würde ich mir gerne ansehen.
  2. @Makedonija mit ein wenig Verspätung noch meine Antwort Ich habe zur Übersicht Zahlen in dein Zitat gefügt, alles andere bleibt natürlich unverändert. Wäre jemand so nett mir zu erklären, wie man einzelne Teile eines Zitats nehmen kann, um dann auf diese einzeln einzugehen? So wie beispielsweise in Makedonijas Beitrag. Ich krieg das nicht hin. 1. Ich denk bei den Gegnern natürlich weniger an Malmö und dergleichen, sondern an Bayern, Barcelona, Liverpool, Juve, PSG etc. In der Liga haben wir mit Barcelona und Atletico nur zwei ernstzunehmende Konkurrenten, die sich auf unserem Niveau bewegen und um den Titel mitspielen. In der Champions League spielen alle Top-Clubs um den Titel. Darüber hinaus musst du in der Liga deine direkten Konkurrenten nicht zwingend besiegen, um Meister zu werden. In der Champions League dagegen musst du gewinnen, sonst bist du raus. Deine Argumente finde ich trotzdem gut und ich denke, es kommt hier nur darauf an, was man stärker gewichtet. 2. Nein, ich denke nicht, dass das der Hauptgrund war, was ich auch präziser hätte formulieren können. Ich habe mir jeweils bei Julen einfach gedacht: Schaut euch den Mann an, das ist nicht der, der das Ruder jetzt rumreissen wird, niemals. Die Gründe für die Krise wurden hoch und runter diskutiert. Mein Beitrag bezog sich vor allem auf den Aspekt Ausstrahlung und Bauchgefühl - dass das Ganze ein wenig komplizierter war, ist mir durchaus bewusst. 3. Ich denke, da ist eine weitere Klarstellung nicht mehr nötig, siehe mein vorheriger Beitrag. Wir meinen das Gleiche, war wohl eher ein Definitionsproblem.
  3. Weil Leistung nach Solari eher heisst "Einsatz geben" statt "gut spielen".
  4. Ich finds einfach hart, wenn man sich nach der zweiterfolgreichsten Zeit der Geschichte als Fan hinstellt und sagt "aber der Fussball hat mir nicht gefallen". Ich verstehe, dass der Real Madrid Fan anspruchsvoll ist und auch sein soll, aber irgendwo sollte man seine Ansprüche vielleicht etwas runterfahren, sonst verliert man doch den Spass am Fussball.
  5. Meine Gedanken zu unseren letzten drei Trainern: Für mich ist es so: Wenn Real Madrid, und alles was ich damit verbinde, ein Mensch wäre, wäre es Zinedine Zidane. Überzeugt von sich selbst, aber dabei bescheiden, attraktiv, authentisch, unheimlich charismatisch, souverän im Auftreten, charmant, immer mit diesem Gewinner-Lächeln auftretend. Ich weiss nicht, aber irgendwie schreit alles an Zidane: "Ich bin eine grosse Persönlichkeit". Wenn er sprach, war Ruhe. Zidane muss sich seine Autorität nicht erarbeiten, ihm ist scheint sie angeboren. Wenn Zidane schwimmen geht, sind die Meerjungfrauen danach nur noch Meerfrauen... Moment, ich glaube ihr versteht den Punkt Zidanes Verdienste hier können meiner Meinung nach nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die, die Zidane eher kritisieren (was absolut erlaubt ist, nicht falsch verstehen), würden seine Amtszeit ungefähr so zusammenzufassen: Sein Fussball war eher nicht so gut, die Mentalität der Mannschaft war dafür überragend. Werde in einem späteren Absatz darauf eingehen. Die zweite weitverbreitete Meinung scheint die zu sein, dass die Champions League Titel doch sehr glücklich zustande kamen und die eigentlichen Probleme "verdeckten". Ich kenne und verstehe die Argumente für diese Auffassung. Doch ich kann sie absolut, wirklich absolut nicht teilen und dass sich diese Meinung scheinbar in vielen Köpfen festgesetzt hat, stimmt mich doch ein wenig traurig. Dass unsere Rivalen so denken, kein Problem, dass viele "von uns" so denken, finde ich schade. Warum ich das ganz ganz ganz anders sehe, auch dazu später mehr. Kleine Zwischenbemerkung: Wahrscheinlich ist meine Wahrnehmung dieser landläufigen Meinungen auch noch vom RT-Forum "gefärbt", daher ist dieser Beitrag auch nicht unbedingt direkt an euch alle gerichtet Zu der Taktik-Diskussion eine kleine Zusammenstellung, in Klammern sind jeweils die Gesamtscores der Begegnungen. Zidane schlug: In der Champions-League-Saison 15/16: Spalletti (4:0), Pellegrini (1:0), Simeone (Okay, im Elfmeterschiessen) In der Champions-League-Saison 16/17: Sarri (6:2), Ancelotti (6:3), Simeone (4:2), Allegri (4:1) In der Champions-League-Saison 17/18: Emery (5:2), Allegri (4:3), Heynckes (4:3), Klopp (4:1) Sollte Zidane wirklich ein schlechter Taktiker gewesen sein, dann kann Taktik offensichtlich nicht wichtig sein. Ich glaube eher, Zidane war ein Pragmatiker, der den Spielstil seinem Gegner anpassen konnte. Nein, er hatte wohl kein klar erkennbares System wie Klopp, Guardiola etc. Und doch hat er sie alle geschlagen, immer und immer wieder und ich glaube, er war doch ein recht gewiefter Taktiker. Das erlaube ich mir jetzt mal als Taktik-Noob so zu behaupten So und zum zweiten Punkt, Zidane habe mit Glück drei CLs eingesackt, der Rest sei aber nicht so dolle gewesen. Meine Lieben, Zidane hat zweieinhalb LaLiga-Saisons absolviert. LaLiga 15/16: Zidane beginnt mit 5 Punkten Rückstand auf Barcelona, wird zweiter mit 1 Punkt Rückstand. LaLiga 16/17: Zidane gewinnt die Liga mit 3 Punkten Vorsprung. LaLiga 17/18: Naja, da ging alles schief... lol Trotzdem: Die erste halbe Saison hat er 4 Punkte auf Barcelona wettgemacht. Von den zwei Saisons, die er ohne Rückstand starten durfte, hat er eine gewonnen. Einmal von zweimal verlieren sollte bei dieser Konkurrenz drin liegen dürfen. Und zu der Sache mit dem Glück in der Champions League: Das erklärt sich für mich ganz einfach. Wenn man vom Schiedsrichter benachteiligt wird und trotzdem gewinnt, interessiert es niemanden. Wenn man bevorteilt wird und gewinnt, interessiert es die ganze Welt. Real wurde manchmal bevorteilt und manchmal benachteilt. Weil man immer gewann, sprachen alle über die Bevorteilungen. Jede Mannschaft, die jemals etwas gewonnen hat, hatte auch Glück. Man braucht das Glück auf seiner Seite, aaaaaaaaber zwei Dinge: 1. Man muss da sein, um das Glück auch zu verwerten. Man brauchte einen CR, der den Penalty gegen Juve in der 97igsten Minute reinballert und keinen Messi (kleiner Diss zwischendurch, nicht zu ernst nehmen), der in solchen Momenten eher mal versagt. Gerade das Juve-Spiel (17/18) ist das perfekte Beispiel für die Wahrnehmungsverzerrung der Glück-Pech-Diskussion. Im Hinspiel in Turin hatte man noch etliche Chancen zu verbuchen, darunter ein Lattenschuss von Kovacic, man hätte das Spiel (mit ein wenig Glück) höher gewinnen können. Im Rückspiel gelang Juve alles und Real nichts, Navas erwischte einen rabenschwarzen Tag, Ramos fiel aus (war glaube ich gesperrt), die 3:0-Führung von Juve fiel viel zu hoch aus. Bei jedem anderen Team hätte man von Pech gesprochen, dass man überhaupt in solch eine Situation geraten konnte, wo man doch kein schlechtes Spiel machte. Doch alle redeten nur über den einen Penalty, ein in meinen Augen glasklarer Penalty, der nur kontrovers war, weil er so entscheidend war. Und wenn das dann oft genug erzählt wurde, glaubte man irgendwann, dass Real mit Glück weitergekommen sei. 2. Natürlich, das anschliessende Halbfinale gegen Bayern kann man als "unverdient" gewonnen bezeichnen. Das ist auch berechtigt. Aber Bayern war zu dem Zeitpunkt vielleicht die beste Mannschaft der Welt und man war zur Stelle, um ihre Fehler auszunutzen und wuchs in einer Abwehrschlacht über sich hinaus. Solche Spiele gibt es, wenn du dreimal hintereinander gewinnst, das heisst nicht, dass gleich alle drei Siege "glücklich" oder "unverdient" waren. Die Champions League bleibt für mich eindeutig der schwerste Club-Wettbewerb. Ich verstehe die Argumente, dass man in einer Liga-Saison mehr Spiele machen muss etc. Aber für mich ist die Sache simpel: Der schwerste Wettbewerb ist der, wo die Konkurrenz am grössten ist, das macht für mich am meisten Sinn. Und Zidane hat diesen Wettbewerb dreimal hintereinander gewonnen - Was für eine Legende. Und dann ging er und Julen Lopetegui kam. Ein hervorragender Taktiker soll er gewesen sein (das überlasse ich anderen, kenne mich nicht aus). Aber war Lopetegui ein Gewinner? Wenn es nicht lief, schien in all sein Mut zu verlassen, der arme Julen stand da in seinen unpassenden Turnschuhen, guckte mutlos und beinahe ängstlich unter seinen Haaren hervor. Solche Dinge zählen! Julen ist kein Gewinner. Ausserordentlich sympathisch, aber kein Gewinner. Wenns läuft, dann wunderbar, wenns nicht läuft, verlässt ihn der Mut. Und dann Solari. Irgendwie mag ich ihn, diese Wundertüte. Er scheint das Ganze irgendwie locker zu nehmen, jedenfalls wirkt er so nach aussen. Intern sieht das glaube ich ganz anders aus. Was ich sehr an ihm respektiere, ist das knallharte Leistungsprinzip, das bei ihm zu herrschen scheint. Und mit Leistung meine ich nicht "gut spielen" sondern "Einsatz zeigen". Marcelo zu dick - zack auf die Bank. Isco mit zu wenig Trainingseinsatz - schwupp auf die Bank. Vazquez rackert - Stammplatz. Vinicius überragt - Stammplatz. Llorente spielt gut - Llorente bekommt Einsätze. Ich glaube, dass dieses Prinzip in einem Umbruch wie unserem angebracht ist, Dinge wie Übersättigug existieren schon. So kann man das Ganze etwas bekämpfen. Das wars von mir, schönes Wochenende und ich freu mich auf Antworten!
  6. Was haltet ihr von Piątek? Hat jemand schon ganze Spiele von ihm gesehen?`Scheint ja ziemlich abzugehen in Italien, krasses Spiel gestern gegen Napoli. Und das nach so kurzer Zeit beim neuen Team. Ob er jetzt direkt einer für uns wäre, weiss ich nicht, auf jedenfall aber ein aufregender Spieler, den ich im Auge behalten werde.
  7. Vielen Dank euch allen fürs allgemeine Willkommenheissen! So komme ich doch gerne wieder. Und jetzt mal schauen, ob ich das mit dem Zitieren hinbekomme. Gute Frage. Ich bin der Meinung, dass jeder Mannschaftsteil, also Abwehr, Mittelfeld und Verteidigung, nmindestens einen Führungsspieler haben sollte, da die Teile, so sehr sie miteinander spielen müssen, auch mehr oder wenig unabhängig voneinander koordiniert werden müssen. Wenn ein Teil nicht funktioniert, weil die Spieler gerade einen schlechten Tag erwischen, merkt das die ganz Mannschaft und spielt dementsprechend. Ich habe im letzten Beitrag von der Achse Ramos-Modric-Ronaldo gesprochen. Dies waren für mich die drei Anführer ihres jeweiligen Mannschaftsteils. Dabei leben / lebten sie ihre Führungsrolle komplett unterschiedlich - genau wie meine und eure Chefs im echten Leben komplett anders anführten. Ramos ist der Lautsprecher der Mannschaft, der Rammbock, der Prototyp eines Alphatiers. Er scheint ein Mann mit Prinzipien zu sein, mit einem gewissen Pathos ausgestattet, was ich absolut im positiven Sinne meine. Ramos ist der erste, der auf den Schiedsrichter einredet, wenn es jemandem aus seinem Team zu verteidigen gilt, er ist der erste, der sich Interviews stellt nach einer Niederlage, er ist der erste, der Gegner wieder aufrichtet (nicht metaphorisch, sondern er hilft ihnen aufzustehen), wenn er gewinnt und er ist der erste, der ein Rachefoul für seine Mitspieler begeht, wenn er muss. Solche Spieler willst du unbedingt neben dir haben, sie symbolisieren absolute Stärke und unbegrenztes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ramos spielt zu 100% für das Team und seine Mitspieler vertrauen ihm als Leader. Modric lebte seine Rolle meiner Meinung nach immer ein wenig ruhiger. Er ist für mich eher derjenige, der durch seinen Fussball mitzieht. Im Gegensatz zu Ramos ist er von seinem Erscheinungsbild her das Gegenteil von imposant. Ich, die Zuschauer, die Gegner und unser Team scheinen immer wieder beeindruckt zu sein, wie viel Energie solch ein kleiner Körper generieren kann. An einem guten Tag gewinnt Modric Zweikämpfe gegen 15 Zentimeter grössere Spieler und rennt bis zum Umfallen. Modric in Topform bedeutet für mich (neben seinen Pässen, Dribblings etc) vor allem eines: Aufopferung! Paradebeispiel dafür war das Sevilla-Spiel. Modric, die kleine Maschine, mit Kopfschmerzen, gefoult und getreten, rennt und rennt und rennt, tut und macht und schiesst am Ende sogar noch ein Tor. Das war Modric durch und durch, und genau solche Spiele von ihm bleiben mir am meisten in Erinnerung. Wenn du solche Motoren im Team hast, kannst du nicht anders als mitzuziehen. Und dann war da noch Ronaldo. Er war für mich der "isolierteste" der drei Leader. Isoliert darum, weil er sich z.B. vergleichsweise wenig an Schiedsrichter-Diskussionen beteiligt hat, genauso wenig an Diskussionen mit Gegenspielern. Wenn es nicht lief, wurde er wütend. Und wenn er wütend wurde, schien er in sich zu kehren und diese Wut in Energie umzuwandeln, um nach jedem Fehlschuss stärker zurückzukommen. Je länger die Spiele dauerten, desto mehr wollte Ronaldo den Torerfolg, egal bei welchem Spielstand. Seine Mitspieler wussten, dass er auch in der 90igsten Minute noch Läufe starten würde. Durch seinen einmaligen Ehrgeiz war er das ganze Spiel hindurch Gefahrenherd, egal ob er einen guten oder schlechten Tag hatte. Er erinnerte mich jeweils an einen früheren Mitspieler von mir, der (leichtes) Asperger hatte. Dieser war so talentiert wie ehrgeizig. Und obwohl er auf dem Spielfeld selten Anweisungen gab oder uns motivierte, wussten wir doch alle, dass er uns jeder Zeit mit einer Aktion ein Spiel gewinnen konnte. Wir konnten jederzeit darauf vertrauen, dass er wollte, niemals war er unmotiviert. Solche Spieler willst du in der Offensive, sonst stirbt diese im Laufe eines Spiels. So und nun zur jetzigen Situation. Ronaldo ist weg, Ramos und Modric brauchten eine Weile, um in die Saison zu finden. So ist das eigentlich immer nach einer WM, vor allem nach der langen WM von Modric. Nun könnten andere Spieler in die Bresche springen, das Zepter für eine Weile übernehmen, doch die Alternativen waren teilweise ebenfalls lange mit der WM beschäftigt oder charakterlich eben (noch) nicht dafür bereit. Ich werfe das Leuten wie Varane, Kroos, Casemiro nicht gross vor, nicht jeder ist eine Führungspersönlichkeit, das würde auch nicht funktionieren. In der Offensive will ich Benzema ein ganz besonderes Lob aussprechen. Er scheint das Führungsvakuum dort erkannt zu haben und versucht sich seit Anfang der Saison in die neue Rolle einzubeissen. Leider vergab er bis hierhin noch einige Grosschancen, doch hatte er meiner Meinung nach auch eine wirklich schwierige Rolle auszufüllen. Mit 31 Jahren und Jahren als Zuarbeiter des krassesten Goalgetters ever nochmals eine "Umschulung" durchzumachen, selbst zum Leader und Goalgetter zu werden, in einer Offensive mit dem verletzten Bale und Asensio, zu ihm sage ich gleich noch etwas. Ich bin stolz auf Karim und habe mich gestern wirklich riesig über seine zwei Tore gefreut. Masslos enttäuscht bin ich von Asensio, teilweise auch von Bale. Ich denke, dass Asensio einer der Hauptgründe dafür war, dass man Hazard nicht gekauft hat. Man hatte den nächsten Galactico in den eigenen Reihen. Asensio, der durch seine Leistungen in jungem Alter beinahe unbegrenztes Entwicklungspotenzial zu haben schien. Ich weiss noch, wie der Twitter-Account von Real Madrid vor der Saison im Banner Benzema, Bale und Asensio anzeigte. "Unsere neue Sturmreihe" war das, "seht her, das ist unser neuer Superstar". In 16 Liga-Spielen schoss er ein Tor und gab drei Vorlagen. Solch eine Chance kriegst du bei Real Madrid im Normalfall einmal. Anfangs der Saison war er Stammspieler, geleistet hat er wenig. Seine Interview-Aussagen verstärken nur meinen Eindruck: Er hat für mich nicht diese Killer-Mentalität, um ein ganz grosser zu werden. Vielleicht wird er eher der nächste Isco (kein Wunder verstehen die sich so gut ). Bale ist für mich schon ein kleines Mysterium, durch seine Verletzungen geht wohl viel in ihm vor, das wir nicht nachvollziehen können. Er ist immer wieder weg vom Team, spielt manchmal und macht krasse Dinge, spielt manchmal und macht gar nichts, und ist dann wieder verletzt. Ich weiss gar nicht so recht, was ich zu ihm sagen soll. Gruppenbildung sehe ich nicht wirklich in unserem Team, höchstens die Gruppen "Gareth Bale" und "restliches Team". Kleiner Spass Ich denke wirklich, dass die sich alle verstehen, die einen mehr, die anderen weniger, aber sie scheinen mir doch eine Einheit zu sein, was ich an diesem Team auch extrem schätze. Die Sache mit Modric und Vazquez interpretiere ich so, dass Modric sich einen Spass daraus macht, Vazquez aufzuziehen, und dabei vielleicht manchmal eine Grenze überschreitet, was Vazquez dann im Moment nicht ganz so lustig findet. Sie posten aber auch immer wieder Fotos zusammen, man hört sonst nichts über einen möglichen Streit... Ich glaube nicht, dass das schwerwiegend ist. Jo, so sehe ich das Ganze, Gruss Edit: Hat nicht geklappt mit dem Zitieren, der Grossteil ist als Antwort auf deinen Beitrag gedacht @San Iker
  8. Hallo Ich habe dieses Forum durch Zufall entdeckt, jetzt einige Zeit mitgelesen und muss sagen: Mir gefällt’s! Online-Foren sind eine super Sache, aber das RT-Forum raubt dir ja mal komplett den Spass an diesem wunderbaren Verein. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, erkenne ich auch einige alte RT-User hier, die Herren (oder Damen?) Makedonija, alpakaxaxa, Jesé, mOnsta etc. kommen mir doch irgendwie vertraut vor. Ich hoffe, dass ich willkommen bin, mal schauen wie aktiv ich sein werde 😊 Als erstes meine bescheidene Meinung zu Vinicius. Diese Saison konnte ich leider (oder zum Glück?) nur wenige Spiele live verfolgen, einige habe ich frühzeitig ausgemacht. Das erste richtig geschaute Spiel war das 2 – 0 gegen Sevilla. Und meine Fresse, was war ich beeindruckt von diesem Jungen! Kleiner Ausflug: Ich interessiere mich wenig für Taktik und viel mehr für die Psychologie auf dem Fussballfeld. Jedes Spiel mit seinen 22 Persönlichkeiten auf dem Platz schreibt seine eigene Geschichte. Es geht um Machtspielchen, gegenseitiges Aufbauen, es gibt vorangehende Helden und solche, die im Kampf zurückbleiben. Ich habe den Fussball immer wie 90 Minuten «Krieg ohne Waffen» wahrgenommen, und wenn ich meinen Enkelkindern von der Achse Ramos-Modric-Ronaldo erzählen werde, werde ich nichts anderes als Kriegsgeschichten erzählen. Klingt grosskotzig, so macht mir der Fussball aber am meisten Spass 😊 Ich will euch ein Beispiel geben, vielleicht mögt ihr euch erinnern: Ende November war das Spiel PSG – Liverpool (2-1). Die herausragenden Protagonisten, die die Geschichte des Spiels bestimmten, waren für mich: Thiago Silva, Marquinhos, Verratti, Van Dijk und der junge Joe Gomez. Liverpool startete gut, doch PSG hatte den Giftzwerg Marco Verratti in ihren Reihen. «Giftzwerg» ist dabei nicht böse gemeint, denn genau das ist seine Rolle im Team. Verratti fuhr Joe Gomez böse, wirklich ganz böse in die Beine. Zu früh im Spiel, um rot zu zücken. Gomez, zuvor unauffällig war sichtlich (!) eingeschüchtert von der Brutalität und spielte danach ziemlich sicher auch mit Schmerzen. Er liess sich so komplett aus dem Spiel nehmen. Teamkollegen merken so was natürlich, also versuchten sie ihn daraufhin mit Bällen zu füttern, wo es nur ging. Allen voran fiel mir Van Dijk auf, der ab nun grosse Extrawege ging, noch ein Stück präsenter in den Zweikämpfen war, als wollte er sagen «so geht man nicht mit uns um» und gefühlt mit absolut jedem Pass Joe Gomez suchte. Dieser schien jedoch gebrochen und versemmelte jede Aktion, haderte mit sich, verschwand. Zeitgleich fand ein Privatduell zwischen Salah und der gesamten PSG-Verteidigung statt. Auf den Aussen waren dies Thilo Kehrer und Juan Bernat – keine (oder bei Kehrer «noch keine») Weltklasseverteidiger. Diese wurden jedoch konsequent und absolut kompromisslos von Thiago Silva und Marquinhos unterstützt, die sich in einen Rausch spielten, sich bald als undurchdrungliche Wand verstanden. Beide Mannschaften spürten die Topform der zweien. So gewann das Spiel PSGs noch mehr an Selbstbewusstsein, während die Liverpooler Passmaschinen das Vertrauen in ihre Stürmer, allen voran Mo Salah verloren. Der Sieg der Pariser war nichts als die logische Schlussfolge davon. Sooo und was hat das ganze jetzt mit Vinicius zu tun? Ich will damit meinen Punkt klarmachen, warum ich von Vinicius gehyped bin. Vinicius ist kein Joe Gomez – er ist ein Cristiano Ronaldo. Er will allen seine Tricks zeigen. Er will zeigen was er kann. Er will Spiele entscheiden. Er geht voran, zieht seine Mitspieler mit. Er traut sich Dribblings gegen gestandene Verteidiger zu. Er sucht den Abschluss, geht in die Zweikämpfe. Er lässt sich nicht von Marc Bartra einschüchtern, sondern beleidigt seine Mutter (nicht, dass ich das gutheisse, versteht mich nicht falsch). Und ja, er überschätzt sich manchmal. Doch grosse Persönlichkeiten sind niemals die, die sich eher unterschätzen statt überschätzen. Sondern die, die sich manchmal überschätzen und dann aus ihren Fehlern lernen. Vinicius verkörpert auf dem Spielfeld für mich diese Art von positiver Arroganz wie es nur ganz wenige tun. Cristiano Ronaldo, Neymar, Mbappe. Darüber hinaus scheint er im Team ausserordentlich beliebt, schaut euch die Szene nach Abpfiff des Sevilla-Spiels mit ihm und Casemiro an. Sowas hätte ich niemals, nieeeeeemals mit 18 mit einem mehrmaligem Champions-League-Sieger getraut. Wäre ich mit 18 in diese Team gekommen, wäre ich erst mal ein halbes Jahr in Schockstarre verfallen und hätte dann das erste «hola» herausgestammelt. Vinicius scheint als sei er schon ewig in diesem Team, als hätte er mit ihnen zusammen all die Pokale geholt. Das ist für mich der beeindruckendste 18-Jährige seit langer, langer Zeit. Wenn Vinicius scheitert, dann nur an seinen fussballerischen Fähigkeiten oder an Verletzungen, dafür leg ich meine Hand ins Feuer. PS: Nur um sicher zu gehen, dass das richtig verstanden wird: meine Ausführungen beziehen sich nicht auf die rein fussballerischen Fähigkeiten von Vinicius, da will ich keine CR- oder Neymar-Vergleiche anstellen. PPS: Ja, ich habe nur ein ganzes Spiel von ihm gesehen, Kritik angenommen 😊 Danke fürs Lesen, freu mich auf Antworten!