Neymar ist dieser Tage wieder in aller Munde. Besonders in Madrid sind in den letzten Wochen immer wieder mehrfach Gerüchte aufgetaucht der Brasilianer könnte das Erbe von Cristiano Ronaldo antreten. Dabei wirken ein paar Dinge doch absolut an den Haaren herbeigezogen.

Geht Ronaldo überhaupt im Sommer?

Immer wieder wurde spekuliert, dass der Portugiese in der spanischen Hauptstadt keine Lust mehr auf Fußball habe. Seine aktuelle Seuchensaison, die nicht den Fabelwerten von Ronaldo entspricht, schreiben die Gazetten die Nummer 7 wieder förmlich aus dem Kader. Natürlich ist es ein Faktum, dass der Rekordtorschütze im Februar bereits 33 Jahre alt wird.

Ob die Gerüchte über seine Unzufriedenheit mit dem Kader, Florentino Pérez oder seinem aktuell „niedrigen Gehalt“ wahr sind, kann nicht verifiziert werden. Sportlich hat Ronaldo weiterhin massig Chancen, um auf seine Fabelwerte zu kommen. Im Team wirkt der Portugiese weiterhin unumstritten und auch sportlich ist die Last Namens Cristiano Ronaldo in den letzten 1,5 Jahren sehr stark ins positive umgeschlagen. Mittlerweile wird mehr gearbeitet und es zeigen sich weniger Allüren. Laut dieser Auflistung befindet sich Ronaldo mit 21 Mio. Euro Netto Jahressalär „nur noch“ auf Position 6.

Neymar hat Real Madrid bereits 2013 verschmäht

Der junge Brasilianer hatte damals bereits Gelegenheit nach Madrid zu wechseln und schlug den Deal aus. Auch schon vor 2013 bemühte man sich an der Concha Espina immer wieder um das Supertalent. Doch es wollte nicht klappen. Pérez wurde einmal zitiert, dass er keine 150 Mio. Euro ausgeben werde. In der Tat entpuppte sich der Neymar-Deal als einer der skandalösesten in der Fußballgeschichte. Barcelona lehnte sich sehr weit aus dem Fenster und baute einige dubiose Klauseln und Zahlungen an den Vater von Neymar ein. Eine Rechtsstreit folgte und auch in Brasilien gab es Parteien, die Transferrechte an Neymar hielten und sich betrogen fühlten.

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In Barcelona macht er sich einen Namen in Europa – kein Dank

Als die neue Nummer 11 folgte Ruhm und Glorie für Neymar in Barcelona. Immer wieder netzte er gegen Real Madrid und sammelte Titel gegen den Erzrivalen. Sobald aber eine andere Chance möglich wurde, ergriff Neymar sie ohne an die letzten Jahre zu denken. Zugegeben keiner kann von außen beurteilen wie zufrieden Neymar in Barcelona wirklich war und welche Auswirkungen der große Schatten von Lionel Messi hatte.

Dennoch wirkte die Trennung absolut nicht in Einvernehmen. Natürlich nicht, zog man in Paris doch die abstruse Klausel von 222 Mio. Euro, die eigentlich einmal als Abschreckung für Scheichklubs von den Katalanen so hoch gewählt wurde. In Barcelona konnte man dieses Verhalten von Neymar wohl bis heute nicht wirklich fassen. Man fragt sich, was Neymar in Spanien mehr wollte als seinen unangefochtenen Stammplatz und mehrere Millionen Euro pro Jahr – sowie jährlich die Chance auf quasi jeden Titel.

Ruhm und Starallüren in Paris

Die einzige Antwort kann das exorbitante neue Gehalt und laut Medien sehr stark wirksamen Extra-Wünsche von Neymar liefern. In Paris ist Neymar nun ein Gott, der wie Messi in Barcelona oder Ronaldo in Madrid etwas abseits von seinen anderen Teamkollegen exponiert eine freie Rolle im Verein genießt. Eine Rolle, die er offensichtlich anstrebte und nicht länger im Schatten von Messi verweilen wollte.

Jetzt nach Madrid zu wechseln, würde diese Allüren entweder nach Spanien verlagern oder er müsste wieder auf sie verzichten. Während man zwar in Form von Ronaldo bereits daran gewöhnt ist, kann man den Charakter von Neymar absolut nicht mit dem von Ronaldo vergleichen. Der Portugiese lebt kein Leben als Playboy und arbeitet an seinen Zielen. Nicht einmal seine größten Kritiker, könnten daran etwas aussetzen.

Paris wird doch niemals verkaufen?

Als Botschafter für die WM in Qatar und absolutes Aushängeschild wäre dieser Abgang eine heftige Katastrophe für PSG. Die Besitzer könnten für Neymar absolut keinen Ersatz finden und würden sowohl vor Fans als auch vor dem eigenen Land in Erklärungsnöte gelangen, wie es sein könnte, dass Neymar den Verein nun schon wieder verlässt. Es gibt keine Ausstiegssklausel und ein Verkaufspreis wäre exorbitant hoch.

Auch wenn man in Paris nach dem Kauf nun wieder Verkäufe täten muss, kann man in Paris andere Lösungen für diese Misere finden. Der Kader ist vollgestopft mit Talent und kann so über andere Verkäufe durchaus einen Verbleib von Neymar ermöglichen. Der Image-Schaden eines Verkaufs und die damit einhergehenden Verschwörungstheorieren, dass dieser Wechsel von Anfang an geplant war, wäre zu groß.

Wer will Neymar, außer für seine Skills?

Die einzige große Stärke von Neymar ist sein Umgang mit dem runden Leder. Natürlich wird ein Abgang – wann immer er kommt – eine „Star-Lücke“ in Madrid hinterlassen, die nur wenige, bis gar keiner, füllen könnte. Muss diese aber überhaupt sein? Kann in Madrid ein sehr starker Spieler, der gute Leistungen bringt nicht auch genug sein? Mit Isco oder Bale sind Spieler mit Flair vorhanden. Immer wieder wird auch unterschätzt, dass zusätzlich noch andere Spieler verfügbar sein könnten, wie zum Beispiel Eden Hazard. Der Belgier hat bislang seinen Vertrag in London nicht verlängert.

Mit seiner Historie in Barcelona und seinen mittlerweile zwei sehr umstrittenen Vereinswechseln, ist Neymar ein rotes Tuch im Fußball. Durch seinen Mammut-Vertrag in Paris kann seine Zukunft nun eigentlich nur in Frankreich liegen. Er hat sich diesen Wechsel offenbar sehnlichst gewünscht und sollte nun auch seine Konsequenzen daraus ziehen. In Madrid sollte man das Kapitel Neymar nach so vielen Anläufen endlich ad acta legen und sich auf die Entwicklung eines starken Fußballs konzentrieren, anstatt dem nächsten Glamour-Boy nachzujagen.

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