Real Madrid hat aktuell Probleme damit, konstant für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen. Oft wird den Verantwortlichen bei dieser Thematik vorgeworfen, sich im Sommer nicht richtig aufgestellt zu haben. Vor allem der Abgang von Morata scheint aktuell richtig zu schmerzen. Zurecht keimt hier bei einigen Fans Unverständnis auf, wie es dazu kommen konnte, dass hinter Karim Benzema nur Canterano Mayoral als „Back-Up“ gehalten wurde. Ein kurzer Rückblick auf den Sommer zeigt jedoch, dass dies wohl so nicht wirklich geplant war. Wir blicken auf die Knackpunkte zurück:

Knackpunkt 1: Der Abgang Álvaro Moratas

Die Qualität des spanischen Torjägers war eigentlich unbestritten. Aktuell stellt er dies bei Neo-Arbeitgeber Chelsea eindrucksvoll unter Beweis. Auch im Dress der Königlichen spielte er eine große Rolle in Bezug auf den Titel in La Liga. Trotzdem reichte es bei Real Madrid nicht aus, um eine Rolle als richtige Nummer 1 im königlichen Sturm zu bekommen.

Dort gab es kein Vorbeikommen an Karim Benzema

Real Madrid konnte dem Strafraumstürmer nicht den gewünschten Status bieten. Die Unzufriedenheit stieg stetig an und das verlockende Angebot aus England kam zum richtigen Zeitpunkt. Real Madrid muss sich aktuell wohl nur die Frage stellen, ob die Entscheidung pro Benzema und Contra Morata die richtige war.

Der Wechsel wurde allerdings bereits am 21.07.2017 vollzogen. Es gab also noch genügend Zeit, um nachzurüsten. Ein legitimer Nachfolger wäre allerdings prinzipiell im Kader gewesen. Doch dieser verließ die Königlichen schon eher.

Knackpunkt 2: Warum wechselte Mariano nach Frankreich?

Mariano Díaz heuert seit Sommer bei Olympique Lyon in Frankreich an. 8 Tore in 11 Spielen und konstant starke Leistungen zeigen, dass der bullige Mittelstürmer wohl in der aktuellen, königlichen Situation durchaus hätte ein Segen sein können. Wieso also wechselte auch er ins Nachbarland? Dazu gibt vor allem der Zeitpunkt der Transfers Auskunft. Lyon schien seine Kaderplanung früh abschließen zu wollen und brauchte schnelle Entscheidungen.

Also kam es dazu, dass sich Spieler und Verein bereits direkt zu Beginn der Transferperiode über die künftige Rolle Marianos unterhalten mussten. Medienberichten zufolge schien Real Madrid zu diesem Zeitpunkt fest davon überzeugt gewesen zu sein, dass mit Kylian Mbappé noch ein richtiges Kaliber in der Offensive verpflichtet wird und sich an der Situation des Dominikaners nicht viel ändern wird. So ging der Transfer am 01.07.2017 über die Bühne. Zum damaligen Zeitpunkt wohl nachvollziehbar, im Nachhinein aber richtig bitter.

Knackpunkt 3: „All in“ bei Kylian Mbappé

Der entscheidende Knackpunkt, der zum aktuellen „Sturm-Problem“ führte, wurde bereits angesprochen. Der geplatzte Deal rund um Kylian Mbappé war für die Verantwortlichen wohl ein herber Rückschlag. Hat man die Stimmen und Medienberichte verfolgt, so schien klar, dass der Franzose der Wunschspieler schlechthin gewesen war. Offensichtlich hieß es sogar „Mbappé oder nichts“ – im Poker würde man wohl „All in“ dazu sagen.

Es schien alles angerichtet. Real Madrid bewies in der Vergangenheit eindrucksvoll, dass man stark auf junge Talente setzt und diese dort eine tolle Entwicklung einschlagen. Real Madrid war wohl bereit, bei der Ablösesumme sehr tief in die Taschen zu greifen, wollte aber das Gehaltgsgefüge Berichten zufolge nicht sprengen. Die Gehaltsforderungen sollen schließlich dazu geführt haben, dass das Megatalent am letzten Tag des Transferfenster zu Paris Saint-Germain wechselte und nicht in die spanische Hauptstadt.

Zu wenig Zeit für einen passenden Ersatzstürmer

Real Madrid stand somit kurz vor Schluss des Transferfensters vor einer wohl nicht geplanten Situation. Einen Plan B schien es offensichtlich nicht zu geben. Und da es hieß „Mbappé oder nichts“, ist es eben „nichts“ geworden. So soll nun Jungspund Borja Mayoral nach einem schwierigen Jahr in Wolfsburg in Madrid die Offensive beleben.

Auf den Punkt gebracht:

  • Real Madrid entschied sich im Sommer gegen Morata und für Benzema (ein Abgang war wohl kaum zu verhindern)
  • Real Madrid konnte Mariano zum Zeitpunkt des Lyon-Angebots keine verbesserte Rolle anbieten und ließ in ziehen
  • Real Madrid hatte offensichtlich keinen Plan B zu Mbappé und muss sich vor allem hier Kritik gefallen lassen

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