Nach der bitteren Niederlage in Girona folgte eine, zumindest gefühlt, blamable Vorstellung gegen Tottenham Hotspur. Zusätzlich gleichen die 19 Tore aus 10 LIga-Spielen einer für Real Madrid mehr als ungewöhnlichen Ladehemmung. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man bei der aktuellen Situation das Wort Krise in den Mund nimmt. Und genau so wird die aktuelle Phase in der spanischen Medienlandschaft auch beschrieben. Der einzige, an dem dies aktuell noch alles abprallt? Real Madrid Coach Zinédine Zidane!

Kritik am Trainer Real Madrids nur sehr leise zu vernehmen

„Nein, wir befinden uns in keiner Krise“, so lautete die kurze und klare Antwort Zizous während der jüngsten Pressekonferenz. Es war diese eine Frage, mit der er zuletzt immer wieder zu tun hatte. Und es scheint so, als wiege das Wort des königlichen Trainers sehr viel in der spanischen Medienlandschaft. Eine Krise wird dort zwar längst heraufbeschworen, allerdings ist die dort festzustellende Suche nach der Ursache mehr als bemerkenswert.

Verschiedenste Gründe für die Krise werden angeführt, nur der Trainer scheint dabei keine Rolle zu spielen

Vor allem die Offensivabteilung und dessen Personal steht im Kreuzfeuer der Kritik. Die „fehlende 9“ hinter einem Karim Benzema wird immer wieder thematisiert. Einzelne Spieler werden in Frage gestellt. Dazu kochen die Themen Einstellung, Wille und Laufbereitschaft im gesamten Team immer wieder hoch. Alles Themen, die wohl ihre Berechtigung haben und zu solchen Phasen dazu gehören. „Besonders“ an der aktuellen Stimmungslage rund um Madrid ist aber das Standing des Trainers.

Dieser steht in schwierigen, sportlichen Phasen normal an vorderster Front und muss sich mit eingeübten Floskeln über unangenehme Fragen retten. Nicht so Zinédine Zidane. Auch wenn es an gewissen Stellen leise Kritik gibt, so wird er im Großen und Ganzen nicht in Frage gestellt und sitzt weiter fest im königlichen Trainersattel. Doch wie lange noch?

Trophäen und mediale Beliebtheit scheinen Zizou Luft zu verschaffen

Aktuell befindet man sich wohl in der schwierigsten Phase der Ära Zidane. Zum ersten mal läuft es über einen längeren Zeitraum überhaupt nicht nach Wunsch. Da heißt aber im Umkehrschluss, dass es bisher eigentlich kaum Phasen gegeben hat, in welchen Kritik überhaupt möglich war. Dazu waren die Erfolge der letzten eineinhalb Jahre zu gigantisch, die Stimmung im Team zu gut und die Entwicklung des gesamten Vereins zu positiv.

Real Madrid wurde unter zidane wieder zu dem Team, an dem es sich zu orientieren gilt

Zudem glänzt der Franzose regelrecht bei seinen medialen Auftritten und genießt große Beliebtheit unter den Journalisten. Es scheint sich somit für Zidane ein medialer Kredit aufgebaut zu haben, der noch nicht verbraucht ist. Und dies ist auch absolut nachvollziehbar. Wer die spanischen Medien kennt, sollte aber wissen, dass eine Trendwende wohl eher früher als später nötig sein wird, damit der Trainerstuhl in Madrid nicht ins wackeln kommt.

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