In einer Saison in Spanien sind es meistens die Auswärtsspiele, die die größten Fallen für Punktverluste darstellen. Besonders oft werden die Partien bei den vermeintlich „kleinen“ Gegner zum Fallstrick. Unter Zinedine Zidane verliert Real Madrid zwar ohnehin nicht oft (nur 7 Niederlagen in eineinhalb Jahren), aber das ist auch der Verdienst der Auswärtsstärke, die man seit dem vergangenen Frühling entwickelt hat.

Auswärtsstärke: Zehn Spiele auswärts in der Liga in Folge mit mindestens zwei Toren

Zwischen Januar und Februar verlor man jeweils unglücklich mit 1:2 in Sevilla und Valencia. Seitdem sind die Königlichen auf fremden Platz aber eine Wucht. Während dieser Serie erzielte man nämlich sogar lediglich zweimal „nur“ zwei Tore. Für den Gegner heißt das: Wenn man gegen Real Madrid zuhause punkten will, braucht es zwei eigene Treffer, sehr wahrscheinlich aber sogar noch mehr.

Perfekt ist Real Madrid nicht, aber die Offensivstärke ist zu groß

In sieben dieser Partien kassierten die Blancos auch tatsächlich mindestens ein Gegentor, oft waren es sogar zwei. Als Heimmannschaft kann man mit dieser Ausbeute eigentlich zufrieden sein, wenn man denn nicht selbst noch mehr Tore zugelassen hätte und dadurch am Ende mit leeren Händen da stand.

Nicht immer nur einfache Situationen, aber die Mannschaft bewahrt selbstbewusst die Ruhe

Villarreal war 2:0 in Führung, Athletic glich zum 1:1 aus, Leganés kam auf 2:3 heran, Gijón ging zwei Mal in Führung und Celta und Depor kamen jeweils auf 1:2 heran. Es ist nicht so, als ob die Gegner nur Ehrentreffer erzielen würden. Oft wurden die Mannen von Zidane ordentlich unter Druck gesetzt. Dabei verloren sie aber nie die Fassung und spielten sich teilweise spät noch zum Sieg.

Auch der erste Spieltag der neuen Saison war nicht ganz so souverän, wie das Endergebnis (3:0) es aussagt. Depor hatte früh bereits zwei Chancen zur Führung, traf später die Latte und vergab noch einen Elfmeter. Dennoch hatte man das Gefühl, dass ein Gegentor kein großes Problem gewesen wäre, da die Mannschaft dann einfach noch weiter nachgelegt hätte.

Ähnliches Bild in anderen Wettbewerben: Der Schlüssel zu weiteren Titeln

In der Champions League gab es Auswärtssiege in Neapel (3:1) und München (2:1) und in der spanischen Supercopa zuletzt den 3:1 Erfolg in Barcelona. Nimmt man noch Partien auf neutralem Boden hinzu, kommen das Champions League-Finale gegen Juventus (4:1) und das Endspiel um den UEFA Super Cup gegen Manchester United (2:1) hinzu.

Es sind also nicht „nur“ die Mannschaften in La Liga gegen die man auf fremden Platz so oft trifft, sondern eben auch die Eliten Europas. Einzige Ausnahme ist hier die Niederlage gegen Atlético im Halbfinale der Champions League, wo nur ein Tor gelang. Diese Partie ist vor dem Hintergrund des 3:0-Erfolges im Hinspiel aber wohl zu relativieren.

Die Erhaltung dieser Stärke wird in dieser Saison eine große Rolle spielen, wenn Real Madrid an die jüngsten Erfolge anknüpfen und diese noch ausbauen will.

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