KOMMENTAR || Der spanische Verband hat die Befürchtung bestätigt. Cristiano Ronaldo wird nach seinem Schubser gegen Ricardo de Burgos Bengoetxea für fünf Spiele gesperrt! Nach einer schwerwiegenden Fehlentscheidung entschied sich der Schiedsrichter, den kleinen Rempler in seinen Spielbericht aufzunehmen – und zwar mit dem Wissen, dass für „Tätlichkeiten“ gegen Schiedsrichter 4 bis 12 Spiele Sperre folgen. Reine Selbstinszenierung? Gehen wir das ganze Thema noch mal vollständig durch.

  1. Erste gelbe Karte für Cristiano Ronaldo: Der Portugiese kam in der zweiten Halbzeit für Karim Benzema. Nach einem Laufpass von Isco fand sich der amtierende Weltfußballer im 1-gegen-1 mit Gerard Piqué, ließ diesen mit einem einfachen Haken aussteigen und versenkte die Kugel im Netz. „No T-Shirt, no Problem.“ – sagte einer der englischen Kommentatoren bei diesem Jubel. Kein Problem? Doch! CR7 sah nach seinem Jubel in Balloteli-Manier die gelbe Karte und zwar eine mit Folgen.
  2. Zweite gelbe Karte wegen einer Schwalbe: Eine schwerwiegende Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Nach einem Sololauf und anschließendem Traumpass von Marco Asensio fand sich Cristiano Ronaldo alleine vor Ter Stegen wieder. Nur noch Umtiti war dem Portugiesen dicht auf den Fersen. So dicht, dass Cristiano Ronaldo ins Stolpern geriet, ohne theatralisch abzuheben. Die Folge? Ein Pfiff. Elfmeter? Nein – es war zugegeben auch keiner. Aber eine Schwalbe ebenso nicht.
  3. CR7 verliert die Nerven: An dieser Stelle begeht Ronaldo den Fehler und schubst den Schiedsrichter – Bengoetxea, nachdem ihn dieser vom Platz stellt.

Cristiano Ronaldo reagiert zu impulsiv

Es ist sicherlich nicht die richtige Entscheidung, sich von Aggressionen leiten zu lassen und „handgreiflich“ zu werden. Falls man den Schubser von Cristiano Ronaldo überhaupt in diesen Rang einordnen kann. Der Portugiese hätte die Entscheidung auch einfach hinnehmen können. Im Endeffekt hätte Real Madrid wohl Einspruch einlegen können und CR7 wäre im Rückspiel mit von der Partie gewesen. Aber eine solche Reaktion ist leichter gefordert als getan.

In einem Spiel zwischen Real Madrid und Barcelona dominieren die Emotionen. Es ist also durchaus verständlich, dass Cristiano Ronaldo nach dieser eklatanten Fehlentscheidung die Nerven verlor. Und an dieser Stelle kommen wir an den für mich wichtigsten Punkt – der Schiedsrichter hätte, wenn ich die Regeln richtig interpretiere, eine CR7-Sperre mit einer einfachen und menschlichen Tat verhindern können.

Bengoetxea schreibt CR7-Schubser in den Spielbericht

In Spanien steht im Regelwerk, dass „Tätlichkeiten“ gegen den Schiedsrichter mit Sperren von 4 bis 12 Spielen bestraft werden. Der Schiedsrichter der Partie hielt nach dem Spiel in seinem Spielbericht fest, dass er nach dem Platzverweis von Cristiano Ronaldo aus dessen Wut heraus „gestoßen“ wurde. Bengoetxea wusste zu diesem Zeitpunkt aber sicherlich auch, dass er mehrere schwerwiegende Fehlendentscheidung getroffen hat. Unter anderem diejenige, die ausschlaggebend für den Schubser von CR7 war.

referee hätte einsicht zeigen können

Der Referee hätte also eine Sperre verhindern können, wenn er darauf verzichtet hätte, den Schubser von CR7 in der Spielbericht aufzunehmen. Er hat eine klare Fehlentscheidung getroffen, nachdem er zuvor Luis Suárez nach einer Schwalbe sogar einen Elfmeter zusprach und so dem FC Barcelona zum zwischenzeitlichen 1:1 verhalf. Wäre eine faire Einsicht des Schiedsrichters zu viel verlangt gewesen, wenn er zum Zeitpunkt des Spielberichts von seinen Fehlern wusste? Sie hätte ja nicht öffentlich geäußert werden müssen, aber in etwa so aussehen können:

„Ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen und Ronaldo zu Unrecht vom Platz gestellt. Seine Reaktion war verständlich, ich wäre vermutlich auch wütend gewesen.“

Das Hinzufügen des „Schubsers“ aber, sorgte für eine unumkehrbare Sperre für den Portugiesen und zementierte die Fehlentscheidung nun in Form von 5 Spielen Sperre für CR7.

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