Trotz guter Ansätze kam Álvaro Morata nie über die Rolle des Ersatzstürmers hinaus und sucht daher einen neuen Verein. Mögliche Abnehmer scheinen bislang aber von der hohen Ablöseforderung der Blancos abgeschreckt worden zu sein. Nachdem zunächst der AC Milan Favorit war, schien zuletzt Manchester United das Ziel des Spaniers zu sein. Milan verpflichtete jedoch André Silva, während aktuell Berichte auf der Insel die Runde machen, dass Manchester United Romelu Lukaku unter Vertrag genommen hat. Hat sich Real Madrid also verpokert?

United-Fans wittern „Rache“ für David de Gea

Bislang hatte United laut diversen Medienberichten bis zu 70 Millionen Euro für Morata geboten. Für einen Ersatzstürmer eine exzellente Summe. Umso mehr, wenn dieser prinzipiell wechselwillig ist. Real Madrid soll allerdings permanent auf bis zu 90 Millionen Euro für den Spanier bestanden haben. Fans der „Red Devils“ hatten daher das Gefühl, dass man in die Enge getrieben werde, weil die Alternativen rar gesät sind. Nach der Absage von Antoine Griezmann gab es für United nur noch wenige Optionen im Sturm.

Quasi als „Rache“ für den geplatzten Transfer von De Gea vor zwei Jahren würde Real Madrid also nun Uniteds Lage ausnutzen und dabei sogar riskieren, dass der Wechsel komplett platzt. Dieses Szenario wäre mit einer Verpflichtung von Lukaku nun tatsächlich eingetreten und die Engländer hätten damit quasi Real Madrid „eins ausgewischt“, in dem die Königlichen nun auf Morata „sitzen bleiben“.

Keine gescheiterte „Rache“, sondern rationales Handeln

Vergessen wird dabei jedoch, dass Real Madrid rational und absolut verständlich handelt. Mit dem Abgang von Mariano, der ohnehin nie eine echte Option war, wären mit Morata und Karim Benzema nur noch zwei Stürmer im Kader. Bei einem Verkauf benötigt man also definitiv einen Ersatz. Und nicht nur das, denn es bräuchte einen Ersatz, der ausreichend Tore erzielt und sich nicht darüber beschwert, hinter Karim Benzema „nur“ von der Bank aus auf seine Chance zu lauern,

Der Wert eines Spielers ist nie nur von seiner Qualität abhängig.

Die möglichen Optionen für die Blancos sind dabei noch rarer als die von United. Ziele wie Lukaku oder Andrea Belotti passen nicht ins Beuteschema, was nur einen Namen übrig lässt: Kylian Mbappé. Für den 18-jährigen werden ebenfalls exorbitante Summen gehandelt, wodurch sämtliche Erlöse durch einen Verkauf von Morata direkt in diese Ablöse fließen würden.

Zusätzlich dazu ist Morata als Jugendspieler bereits in der Mannschaft integriert. Ein Verkauf würde also nur dazu führen, dass Real Madrid auf dem Transfermarkt handeln muss. Möglicherweise ist der Spanier für keinen Verein der Welt 90 Millionen Euro wert. Für Real Madrid ist er das aktuell aber schon, weil sein Ersatz weitaus teurer als 100 Millionen Euro wäre. Anders wäre es beispielsweise, wenn Borja Mayoral eine gute Saison in Wolfsburg gespielt hätte. So gibt es aber nicht einmal eine wirkliche Alternative aus der eigenen Jugend.

Real Madrid verpokert sich also nicht, sondern wird sogar froh sein, wenn Morata auch kommende Saison noch im Kader steht.

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