Álvaro Morata könnte nun genug von Madrid haben. In der spanischen Hauptstadt war er als Edel-Joker immer wieder gut mit von der Partie. So richtig durchsetzen konnte er sich aber nicht. Immer wieder präferierte Zinedine Zidane seinen Landsmann Karim Benzema. Mittlerweile steht besonders ein Verein hoch im Kurs, wenn es um die Unterschrift des talentierten Stürmers geht: Manchester United.

Morata kennt Mourinho sehr gut

Der wichtigste Mann, der die Karriere eines Spielers prägen kann, ist der Trainer. Er entscheidet vor allem darüber, ob ein Spieler spielt oder nicht und somit überhaupt zeigen kann, was er drauf hat. Weiterhin ist diese Figur auch entscheidend dafür, wie der Fußball im Verein gespielt wird, wer der Zielspieler ist, um wen eine Taktik herum aufgebaut wird und welchen Stil man spielen lassen möchte.

Mourinho ist kein unbekannter für Morata.

José Mourinho ließ Morata einst debütieren und holte ihn direkt nach seiner Ankunft 2010 in den A-Kader und nahm ihn in die USA zur Saisonvorbereitung mit. Dinge an die sich auch Morata sicher positiv zurückerinnern wird. Immerhin war man im Sturm damals schon sehr gut besetzt, da Gonzalo Higuaín und Karim Benzema bereits zu zweit um einen Platz kämpften. Es wäre interessant gewesen, wie sich Mourinho in Madrid zwischen Morata und Benzema entschieden hätte. Holt er ihn jetzt für viel Geld nach Manchester, ist dies allein schon ein Vertrauensbeweis und ein Zeichen für den jungen Spanier.

Morata hat in Spanien fast alles gewonnen

Morata hat in Spanien nun sogar fast alles gewonnen, was er mit dem Verein gewinnen könnte. Lediglich der spanische Supercup fehlt ihm in seiner Sammlung. Mit 2x Champions League, 2x Copa del Rey und zwei spanischen Ligatiteln kann sich die Sammlung mit Real Madrid bereits sehen lassen. Außer der Liebe zum Verein fällt kaum ein Argument ein, warum der Spieler unter diesen aktuellen Bedingungen noch in Madrid verweilen sollte. Denn wichtiger als Titel sollte ihm inzwischen Spielzeit sein, gerade dann, wenn es so lukrative Angebote wie jenes aus Manchester gibt.

Nach Spanien und Italien die logische Wahl

Der großgewachsene Stürmer hat nun in Italien und Spanien jede Menge Erfahrung gesammelt. Er spielte in Finals, gewann Titel und war mit den besten Spielern der Welt in einem Team. Zusätzlich konnten die unterschiedlichen Ligen die Spielweise von Morata prägen. In beiden Ligen hat er alle Ziele erreicht und könnte mit England nun ein weiteres Land auf seine Vita schreiben.

In Deutschland gäbe es nur den FC Bayern München, zu dem er wechseln könnte. Die Deutschen scheinen aber kein Interesse zu zeigen. Auch in Frankreich gibt es aktuell wohl nur PSG, die als möglicher Abnehmer in Frage kämen. Dort sieht die Konkurrenz aber ebenfalls anders aus als in England. Beide Ligen wirken zusätzlich nicht so attraktiv wie die englische Premier League.

Der 1,90m Mann passt mit seiner Physis auf die Insel

In diese Liga würde der große Spanier auch noch gut hineinpassen. Er versteht es seinen Körper gut einzusetzen, ist stark im Kopfballspiel und dazu noch sehr schnell für seine Körpergröße. Er kann sowohl als Konterspieler, als auch im statischen Aufbauspiel im letzten Drittel, gekonnt dem Team eine neue Note geben. Besonders mit dem offeneren und fehleranfälligen Spiel in England könnte ein pressender und kaltschnäuziger Morata sein Können richtig ausleben.

Gute Kadersituation in Manchester

Zusätzlich wirkt Manchester United wie die beste Destination für dieses Unterfangen. Mit Zlatan Ibrahimovic ist der große Mann in der Spitze nun Geschichte, nachdem er im Sommer seinen Vertrag auslaufen lässt. Mit Wayne Rooney ist eine angeschlagene Legende im Kader, die weiterhin nach ihrer Idealposition unter Mourinho sucht. Hinzukommen die Personalien Anthony Martial und Marcus Rashford, die beide sehr junge Spieler sind und mit der Erfahrung von Morata nicht mithalten können. Der Spanier wirkt am ehesten wie der Mann, der bereit für den nächsten Schritt ist und den Druck auf seinen Schultern stemmen kann.

Mit Juan Mata, Ander Herrera und David De Gea sind zudem spanische Kollegen vor Ort. Hinzukommen Sergio Romero und Marcos Rojo, die spanisch sprechen und Ex-Teamkollege Paul Pogba, den Morata noch aus seiner Zeit in Turin kennt. United spielt nächstes Jahr zusätzlich noch Champions League und hat mit Mourinho bereits bewiesen, dass sie Titel gewinnen können. Morata sucht nach einem Top-Team, das ihm für die nächsten Jahre einen Stammplatz in Aussicht stellt und genau dieses scheint United zu sein.

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