Die Fans der Königlichen durchleben mit dem dritten Finale in vier Jahren eine absolut fantastische und wohl beneidenswerte Phase. Dennoch stimmt es meiner Meinung nach nicht, wenn gesagt wird: „Es ist halt auch nicht schwierig, Fan von Real Madrid zu sein.“ Dabei scheint gerne in Vergessenheit zu geraten, wie beispielsweise die letzten Titel in der Champions League zu Stande kamen und welche Erfahrung ein jeder Madridista in dieser Zeit gemacht hat.

Zwei Finalsiege voller Emotionen und Erfahrungen

Der Madridismo kennt nämlich das Gefühl, gegen den Stadtrivalen im Finale der Champions League Finale verloren zu haben. Diese Aussage mag Paradox klingen. Doch 93 Minuten lang war Atlético Madrid faktisch Champions League Sieger und hat ersten Champions League Titel ausgerechnet gegen uns gewonnen. Es war für mich ein schmerzhaftes, fast unbeschreiblich unschönes Gefühl – die Augen voller Tränen der Enttäuschung. Es sollte also wieder nicht sein.

Und dann schnappte sich Luka Modric den Ball zum letzten Eckball des Spiels und ließ Sergio Ramos eine kolossale Achterbahnfahrt der Gefühle starten, die wohl so schnell keiner von uns vergessen wird. Vor einem Jahr erlebten die Blancos erneut ein Drama bis zum Ende, auch wenn es sich vielleicht nicht so unfassbar angefühlt hat wie 2014. Real Madrid geht in Führung, Atlético gleicht aus und man musste im Elfmeterschießen wohl erneut einige Lebensjahre nervlich wegschmeißen.

🏆🎉1⃣1⃣ One year ago today… Tal día como hoy hace un año… #HalaMadrid

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Der Madridismo ist bereit, erneut zu leiden

Vor etwas mehr als drei Jahren war Real Madrid noch der Klub, der seit über 12 Jahren nicht die Champions League gewonnen hat. Der Fußball ist jedoch dafür bekannt, unfassbar schnelllebig zu sein. Es läuft das Jahr 2017 und die Blancos haben die einmalige Möglichkeit, den CL-Fluch zu beenden und den Titel zu verteidigen. Trotz der durchaus positiven Erinnerungen an beide Finalspiele gegen Atletico Madrid hat das Team von Real Madrid vor allem eines gesammelt: Erfahrungen aller Art. Von einem 0:1 Rückstand bis zur Nachspielzeit, bis zu einer Führung, dem Ausgleich der Rojiblancos und dem anschließenden Elfmeterschießen war alles dabei.

Real Madrid kommt mit einer gewissen Reife nach Cardiff

Das macht Mut für das Finale gegen Juventus Turin. Selbst ein Rückstand wäre keine neue Situation für das weiße Ballett. Der Madridismo ist bereit zu leiden und weiß, dass die Mannschaft in jedem Moment der Partie in der Lage ist, alles und jeden Fußballfanatiker dieser Welt zu überraschen. Unter Zinedine Zidane ist Real Madrid zu einem „Mentalmonster“ geworden, wie es die Kommentatoren unserer Kollegen von DAZN immer wieder betont haben. Nach fünf Jahren die Meisterschaft in La Liga gewonnen zu haben, wird den Königlichen nur noch mehr Rückenwind im vielleicht wichtigsten Finale der Vereinsgeschichte geben.

Mit Juventus wartet ein mehr als würdiger Gegner. Welche Erfahrungen wohl diesmal gemacht werden?

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