Wie funktioniert es? Der Trainer ist eine der wichtigsten Figuren im modernen Fußball. Der Mann an der Seitenlinie bestimmt nicht nur die Aufstellung und sorgt für eine Halbzeitansprache, er kann von der Linie aus auch diverse Nuancen verändern und sein Team neu ausrichten. Mit vorgefertigten Einstellungen nimmt er so Einfluss auf das Spielgeschehen. Wir blicken in dieser Rubrik auf die Entscheidungen und Leistungen des Trainers.

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Die Aufstellung und Formation

Hier beobachten wir die Startaufstellung des Trainers. Alle Spieltrakte liefern Punkte. Dabei zählt der Torwart und die Abwehr (0,5 Punkte), das Mittelfeld (0,5 Punkte) und der Sturm (0,5 Punkte).

  • 0,00 = nicht nachvollziehbar
  • 0,25 = nicht hundertprozentig nachvollziehbar
  • 0,50 = nachvollziehbar/logisch/ohne grobe Änderung am Spielverhalten
  • 1,00 = Gibt es nur für die Formation, wenn passend für den Gegner

Jeder Spieltrakt wird dabei auf diese drei Elemente untersucht: Wer stand zur Verfügung? Wie nachvollziehbar waren die Einsätze? Wer saß auf der Bank? Los geht’s!

Abwehr – 0,5 von 0,5

Auch wenn Raphael Varane in dieser Woche wieder ins Training einsteigen konnte, wäre ein Einsatz im Clásico wohl noch deutlich zu früh gewesen. Die Abwehr stellt sich in Anbetracht der Größe der Partie so gut wie von selbst auf.

Mittelfeld – 0,5 von 0,5

Wie schon gegen den FC Bayern München vertraut Zidane auf sein bevorzugtes Trio im Mittelfeld. Luka Modric und Toni Kroos bekommen dabei den Rücken von Casemiro frei gehalten, dessen „Spezialistenrolle“ unlängst von EquipoBlanco unter die Lupe genommen wurde.

Angriff – 0 von 0,5

Während Karim Benzema und Cristiano Ronaldo nicht zur Debatte stehen, hat Zidane der Nominierung von Gareth Bale in Punkto Aufstellung aber so richtig daneben gegriffen. Der Waliser wirkte in keiner Sekunde des Spiels wirklich fit und schien die Wadenverletzung aus dem Spiel gegen Sporting Gijón dauerhaft mitzuschleppen. Nach mehrfachen, missglückten Aktionen musste er als Krönung des „Bale-Fails“ dann sogar wegen diesen Problemen ausgewechselt werden. Rückblickend ein absolutes Rätsel, warum der Linksfuß in der Startelf stand.

Formation – 0 von 1

Durch den Einsatz von Gareth Bale war das gewohnte, hybride 4-3-3 offensiv beziehungsweise 4-4-2 defensiv möglich. Nach der Auswechslung übernahm Marco Asensio dabei die Rolle des hybriden rechten Flügels, um die Defensivstaffelung zu ermöglichen. In solch großen Spielen war es jedoch eigentlich üblich, dass auch Cristiano Ronaldo stärker defensiv eingebunden wird, um so teilweise ein 4-5-1 in der Defensive zu ermöglichen. Darauf verzichtete Zizou in der heutigen Partie quasi komplett und ließ den offenen Schlagabtausch am Rasen somit auch teilweise bewusst zu. Ein Risiko, das beim aktuellen Tabellenstand nicht wirklich nachvollziehbar war, auch wenn vor allem das letzte Gegentor damit nichts zu tun hatte. Hier hat man es mit dem Selbstbewusstsein im eigenen Stadion vielleicht ein wenig übertrieben.

Punkte: Aufstellung – 1,00 von 2,5

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