Real Madrid muss nach einem starken Auswärtsauftritt gegen den FC Bayern München zu Sporting Gijon. Dabei verzichtet Trainer Zinedine Zidane auf zahlreiche Schlüsselspieler. Der Grund? Das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League in dem die Königlichen am kommenden Dienstag vor dem eigenen Publikum auf den deutschen Rekordmeister treffen. Wenige Tage später kommt der FC Barcelona nach Madrid – gegen Gijon heißt es damit: Patzen verboten! Sonst können die Katalanen mit Siegen gegen Real Sociedad und im Clásico die Tabellenführung übernehmen.

Entscheidende Spiele stehen im Drei-Tages-Rhythmus an

Es könnte für die Fußballwelt kaum schöner sein. Real Madrid kämpft gegen die Bayern um den Einzug ins Halbfinale und trifft im darauffolgenden Spiel auf den FC Barcelona. Ein Spiel gegen den Erzrivalen, in dem ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht werden kann. Aber wie heißt es so schön? „Wir denken von Spiel zu Spiel“. Eine Mentalität, die den Königlichen in den kommenden Tagen gut zu Gesicht stehen würde.

Zieht man ins Halbfinale ein, gibt es bis zum letzten Spieltag nur noch „englische Wochen“.

Ohne Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Keylor Navas, Pepe und Varane reist Real Madrid nach Gijon. Ein Klub, der um den Klassenerhalt in La Liga spielt und den Königlichen vor dem eigenen Publikum nichts schenken wird. Der Fokus auf das Rückspiel gegen Bayern München könnte gravierende Folgen im Kampf um die Meisterschaft haben. Mit einer Niederlage in Gijon, kann Barcelona im Clasico vorbeiziehen, sollte die Truppe von Luis Enrique das Heimspiel gegen Real Sociedad gewinnen. Gleichzeitig kann man aber auch nicht alle drei Tage dieselbe Elf aufbieten.

Die Ersatzmänner müssen es richten

Bisher hat sich das Vertrauen in seine zweite Elf für Zidane ausgezahlt. In Eibar, in Leganes und in einigen anderen wichtigen Ligaspielen. Wenn Isco, Morata, James, Kovacic und Co. von Anfang an auf dem Rasen stehen, gewinnt Real Madrid in diesem Jahr gefühlt jedes Spiel. Ein Szenario, welches etwa unter Carlo Ancelotti von vielen Madridistas vermisst wurde. Unter dem Italiener stand auch in der Schlussphase der Saison fast immer die absolute Topelf auf dem Rasen.

Mit den durchgehenden „englischen Wochen“ wird die zweite Garde noch einige Male zum Einsatz kommen müssen.

Nicht ohne Grund wirkten in seiner letzten Saison bei Real Madrid gegen Ende einige der Topstars überspielt. Und wohl auch deswegen gewann „Papa Carlo“ in zwei Jahren keine Meisterschaft mit Real Madrid. Das könnte nun Zidane das erste Mal nach Jose Mourinho schaffen, sollte die Mannschaft fokussiert bleiben und im Endspurt nicht die Nerven verlieren. Das Momentum ist noch auf der Seite der Königlichen – und dieses gilt es nun zu nutzen.

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