Sergio Ramos ist allerspätestens nach der aktuellen Saison eine lebende Legende bei Real Madrid. Neben seinen Qualitäten als Defensivspieler sticht aber besonders seine große Torgefahr ins Auge. Gefühlt immer, wenn die Blancos in Not sind, steigt der Kapitän in die Lüfte und wuchtet den Ball in die gegnerischen Maschen. EquipoBlanco geht diesem „Mythos Ramos“ auf den Grund und schlüsselt seine Tore in den vergangenen fünf Spielzeiten auf (2012/13 bis 2016/17).

75 Prozent seiner Tore erzielt Ramos, wenn Real Madrid nicht in Führung ist

Tatsächlich ist nicht nur Wahrnehmung, sondern wird auch von den Zahlen untermauert: Der Kapitän trifft zumeist, wenn sein Team nicht in Führung ist. Gleich dreiviertel seiner Treffer bringen die Königlichen in Front oder zumindest wieder ins Spiel.

Stand 26.03.17

Insbesondere in der aktuellen Saison holte der Innenverteidiger bereits neun Punkte quasi im Alleingang und hat damit großen Anteil an dem bislang erfolgreichen Kampf um die Meisterschaft.

Ramos trifft nicht nur Last-Minute, sondern dann wenn die Mannschaft ihn braucht

Magische Momente wie das Champions League-Finale 2014, das UEFA Super Cup-Finale 2016 oder aber auch der Clásico im Dezember 2016 haben den Eindruck erweckt, dass Ramos praktisch nur mit Last-Minute-Treffern glänzt. Anders als zuvor belegen die Zahlen diese Wahrnehmung allerdings nicht ganz:

Stand 26.03.17

Komplett aus dem Nichts kommt dieses Gefühl aber auch wiederum nicht. Denn wenn die 60. Minute überschritten wurde, dann hebt sich die Nummer 4 ihre Tore tatsächlich in 8 von 9 Fällen für die letzten zehn Minuten auf.

Der „Mythos Ramos“ existiert zurecht

Natürlich trifft Ramos nicht immer in der Nachspielzeit zum Ausgleich oder Sieg, aber in den letzten fünf Jahren waren zumindest ein Großteil seiner Tore besonders wichtig für den Ausgang der Partie. Mit inzwischen 31 Jahren geht der gebürtige Andalusier mittlerweile auf das Ende seiner Karriere zu. Der Heldenstatus in der spanischen Hauptstadt ist ihm dabei jetzt schon auf Lebenszeit sicher. Gleichzeitig hat er aber auch noch genügend Zeit um weiter an seiner Legende zu schreiben.

Insbesondere in diesem April gibt es mit dem FC Barcelona, Atlético Madrid und zwei weiteren Begegnungen gegen den FC Bayern genügend Gelegenheiten dazu. Alle drei kennen die Gefahr des Kapitäns schließlich schon zur Genüge. Das gesamte Programm im „Super-April“ gibt es hier.

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