Wie funktioniert es? Der Trainer ist eine der wichtigsten Figuren im modernen Fußball. Der Mann an der Seitenlinie bestimmt nicht nur die Aufstellung und sorgt für eine Halbzeitansprache, er kann von der Linie aus auch diverse Nuancen verändern und sein Team neu ausrichten. Mit vorgefertigten Einstellungen nimmt er so Einfluss auf das Spielgeschehen. Wir blicken in dieser Rubrik auf die Entscheidungen und Leistungen des Trainers.

Die Aufstellung – 3 von 3

Abwehr – 1 Punkt

Im Tor startete Keylor Navas. Die Entscheidung ist nicht verwunderlich, angesichts der guten Form von Kiko Casilla, hätte aber auch der Spanier gut und gerne mal den Vorzug erhalten können. Beim zweiten Tor sah Keylor Navas auch alles andere als gut aus. Die Viererkette ist mitunter das Beste, was der Verein zu bieten hat.

Mittelfeld – 1 Punkt

Das Dreieck Casemiro, Luka Modric und Toni Kroos hat sich unter Zidane zum angefochtenen Stammpersonal etabliert. Gerade gegen Valencia auswärts war kein Experiment hier zu erwarten.

Angriff – 1 Punkt

Gareth Bale schien dem Franzosen noch zu angeschlagen gewesen zu sein, um für einen Einsatz von Beginn in Frage zu kommen. Mit James Rodriguez startete dieses Mal kein gelernter Flügelspieler wie Lucas Vázquez in die Partie. Die positiven Elemente von James verpufften am Flügel allerdings zunehmend. Die Formkurve von Karim Benzema ist außerdem für die Fanlager oftmals ein Streitpunkt. Mit Alvaro Morata saß eine weitere Option auf der Bank.

Einfluss von der Linie – 2,5 von 4

Mental

Der Motivationslevel der Spieler schien von Beginn an spürbar zu sein. Die Blancos griffen vorne an und bewegten sich gut über den Platz. Die Intensität stimmte. Auch nach der Halbzeit war die Intensität durchaus spürbar. Ein Abfallen der Intensität war nicht zu spüren. Die Blancos wollten direkt nach der Pause sogar noch mehr auf das 2:2 drücken. 1 Punkte

Der Level der Konzentration war in der ersten Halbzeit schlecht. Besonders in der Verkörperung von Raphael Varane war die individuelle Konzentration nicht auf dem Niveau, auf dem sie sein muss, um so eine Partie zu gewinnen. Mit einigen Fehlern in der Kette von Varane, über Toni Kroos, bis hin zu Keylor Navas, war das 2:0 kein Bewerbungsschreiben der Defensive. In der zweiten Halbzeit minderten sich diese Fehler allerdings zunehmend, was auch auf den Einfluss von Zidane in der Halbzeit zurückzuführen sein kann. 0,5 Punkte

Taktisch

Mit dem 4-3-3 sorgte Zidane für keine Überraschungen in der Ausrichtung und der Formation der Blancos. James war mit seiner Rolle nach innen zwar ein neues Element, konnte taktisch dort aber für keine große Veränderung oder einen taktischen Vorteil sorgen. Ein Wechsel in der Halbzeit, um auf Elemente von Valencia zu reagieren, waren keine ersichtlich. Im Gegenteil mit dem Formationswechsel durch die Einwechslung von Lucas Vázquez, war das Spiel nicht mehr unter Kontrolle. 0,5 Punkte

Die Probleme im Verhalten der Offensiv, die nur über Flanken zu Chancen führte, waren ersichtlich. Die Chés waren allerdings auch mit dem einkesselnden Spiel der Blancos überfordert. Es wirkte besonders nach dem 2:1 vor der Pause nur wie eine Frage der Zeit, bis die Blancos das Spiel an sich reißen konnten. Die Königlichen schnürten die Gastgeber hinten zwischen der Halbzeit und der 75 Minute hinten ein. Es fehlte lediglich im letzten Drittel an Kreativität und in der ersten Halbzeit an der Vermeidung von Kontern. 0,5 Punkte

Auswechslungen – 2 von 3

Wechsel 1: James Rodriguez <-> Gareth Bale (62. Min)

Der Waliser sollte für frischen Schwung sorgen und 30 Minuten die Abwehr der Fledermäuse knacken. Das gelangt zwar nicht, doch der Wechsel von James Rodriguez gilt in diesen Spielphasen als fixe Entscheidung. Der Kolumbianer wirkt physisch weiterhin nicht frisch und konnte in den ersten 60 Minuten eine ordentliche, aber keine herausragende Partie abliefern. 1 Punkt

Wechsel 2: Raphael Varane <-> Nacho (73. Min)

Varane hatte eine katastrophale Partie. Das Spiel des Franzosen war durch Fehler geprägt. Leicht angeschlagen und mit dieser Leistung im Rücken musste er dann folgerichtig Platz machen. Eine Entscheidung, die man an jenem Abend nicht kritisieren konnte. 1 Punkt

Wechsel 3: Luka Modric <-> Lucas Vázquez (76. Min)

Dieser Wechsel allerdings schlug direkt hohe Wellen. Die letzte Viertelstunde wollte Zidane offensichtlich die Flügel komplett überladen und nur noch auf einen Lucky Punch hoffen. Dabei wechselte er mit Luka Modric die rechte Gehirnhälfte der Blancos aus der Partie und überforderte so sein gesamtes Mittelfeld. Ohne die dauerhafte Ballzirkulation zwischen Kroos und Modric, war das Spiel nicht mehr in der Hand. Die Bälle wurden schneller verloren, später zurückerobert und es gelang der Zugriff nicht mehr wie vor dem Wechsel. 0 Punkte

Gesamtbewertung – 7,5 von 10

Sag uns deine Meinung in den Kommentaren! Wie gut fandst DU den Einfluss von Zidane in diesem Spiel? Beachte bitte, dass wir hier nicht den allgemeinen Spielstil der Blancos miteinbeziehen, sondern von Spiel zu Spiel den Trainer analysieren.

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